Unsere Erlebnisse am Wohnmobil-Stellplatz – zum Lachen, Staunen und manchmal zum Verzweifeln, Heulen oder Brüllen.

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Wer einen Wohnmobil-Stellplatz betreibt, erlebt jeden Tag etwas Neues. Die allermeisten unserer Gäste sind freundlich, hilfsbereit und hinterlassen schöne Erinnerungen. Doch manchmal passieren Dinge, bei denen wir nicht wissen, ob wir lachen, weinen oder einfach nur den Kopf schütteln sollen.

In diesem Blog möchten wir euch nach und nach an unseren Erlebnissen teilhaben lassen. Mal sind es lustige Geschichten, mal kuriose Begegnungen und manchmal Situationen, die man kaum glauben kann. Natürlich nennen wir keine Namen – aber jede Geschichte ist bei uns in Långban tatsächlich passiert.

Schaut also immer wieder vorbei. Diese Seite wird regelmäßig mit neuen Erlebnissen ergänzt.

August 2026: Wenn eine Bewertung richtig weh tut

Normalerweise erzählen wir hier von den kuriosen, lustigen und manchmal kaum zu glaubenden Erlebnissen auf unserem Wohnmobil-Stellplatz.

Heute gibt es allerdings nichts zu lachen. Gestern haben wir diese Bewertung erhalten.

Und ja – solche Bewertungen machen uns fassungslos. Besonders getroffen hat uns die Aussage, man vermute, dass wir nur deutsche Gäste haben möchten. Ich saß gestern Abend tatsächlich weinend am Küchentisch und habe mich gefragt:

Wie kommt ein Mensch zu so einer Behauptung?

Wir diskriminieren niemanden. Bei uns ist jeder willkommen und jeder Gast wird von uns gleich freundlich behandelt – völlig unabhängig davon, aus welchem Land er kommt oder welche Sprache er spricht. Wir betreiben keinen großen, anonymen Campingplatz.

Wir leben hier.

Unser Wohnmobil-Stellplatz befindet sich auf unserem eigenen Grundstück. Wir haben einen Teil unseres Gartens für unsere Gäste geöffnet und über die Jahre mit viel Arbeit immer weiter ausgebaut.

Vielleicht gefällt genau das nicht jedem. Das ist vollkommen in Ordnung.

Nicht jeder muss unseren Stellplatz schön finden. Nicht jeder muss es mögen, dass wir selbst hier wohnen. Nicht jeder muss fünf Sterne vergeben. Aber manche Aussagen tun trotzdem weh. Vor allem, wenn hinter einem kleinen Stellplatz keine große Firma steht, sondern eine Familie. Natürlich erleben wir nicht nur solche Bewertungen.

Wir wurden auch schon von einem Gast auf unserem eigenen Grundstück angebrüllt und als „Halsabschneider“, „Verbrecher“ und „Betrüger“ bezeichnet. Wir hatten eine Person auf dem Platz, die uns und unsere Gäste angeschrien und uns erklärt hat, wie wir unseren eigenen Stellplatz zu ordnen hätten und wie wir unsere Arbeiten im Hintergrund erledigen dürften.

Und manchmal bekommen wir schlechte Bewertungen für Dinge, bei denen wir selbst nicht so genau wissen, was wir daran ändern sollen.

Zum Beispiel, weil ein Hund nicht mehr gut laufen konnte. Weil Fahrradwege fehlen. Weil im November kein Boot mehr gefahren werden konnte. Oder weil sich ein anderer Gast auf dem Gelände eine Zigarette angezündet hat.

Eine andere Bewertung behauptete:

„Die Bilder entsprechen nicht der Realität.“

Auch bei solchen Aussagen fragt man sich, was man eigentlich noch machen soll.

Unsere Bilder zeigen unseren Stellplatz, unseren Garten und unser Gelände so, wie sie tatsächlich sind. Natürlich verändert sich ein Grundstück im Laufe der Jahreszeiten. Mal ist alles saftig grün, mal ist der Rasen trocken, mal stehen viele Wohnmobile auf dem Platz und mal ist er fast leer.

Aber wir versuchen nicht, aus unserem Stellplatz auf Fotos etwas zu machen, was er nicht ist.

Es ist unser Zuhause, unser Garten und gleichzeitig der Platz, den wir für unsere Gäste geöffnet haben.

Und dann sitzt man irgendwann da und fragt sich:

Warum machen wir das eigentlich noch?

Es gibt tatsächlich Momente, in denen wir am liebsten eine Kette über die Einfahrt hängen und ein Schild daran befestigen würden:

DAUERHAFT GESCHLOSSEN.

Denn hinter jeder Bewertung stehen nicht nur Sterne und Zahlen. Auf der anderen Seite sitzen Menschen, die sie lesen.

Menschen, die hier arbeiten, putzen, reparieren, mähen, Toiletten reinigen, sich um Gäste kümmern und versuchen, einen schönen Platz zu schaffen. Und manchmal sitzen diese Menschen abends eben auch heulend am Küchentisch.

Aber dann denken wir an die andere Seite. An unsere vielen freundlichen Gäste. An diejenigen, die jedes Jahr wiederkommen. An die Gespräche am Platz. An Menschen, die uns schreiben, wie wohl sie sich bei uns gefühlt haben.

Und ganz besonders an unsere Stammgäste, die uns in solchen Momenten Mut machen und uns unglaublich viel Kraft und Zuspruch geben. Und dann wissen wir wieder, warum wir die Kette noch nicht über die Einfahrt gezogen haben.

Wegen euch. ❤️

August 2026: Unser Garten als Wendeplatz

Am 24. August 2026 gegen 20 Uhr bekamen wir wieder einmal unerwarteten Besuch in unserem Garten. Ein Schweizer Geländewagen mit Dachzelt und großem Anhänger fuhr direkt auf unser Grundstück.

Anstatt anzuhalten oder rückwärts wieder hinauszufahren, entschied sich der Fahrer offenbar für die große Runde. Er fuhr in einem weiten Bogen durch unseren Garten, vorbei an unserer Terrasse und an einem Wohnmobil. Anschließend ging es weiter nach unten über das Grundstück. Dort standen zwei weitere Wohnmobile.

Aber auch das war offenbar kein Grund zum Umkehren. Der Geländewagen samt Anhänger fuhr einfach zwischen den beiden Wohnmobilen hindurch, anschließend wieder auf die Straße und davon.

Kein Fragen, kein Entschuldigen – und auch kein freundliches Winken zum Abschied. Wir blieben etwas sprachlos zurück.

Langsam bekommen wir allerdings den Eindruck, dass unser Garten auf irgendeiner geheimen Straßenkarte als öffentlicher Wendeplatz eingezeichnet sein muss.

Vielleicht sollten wir künftig am Eingang ein Schild aufstellen:

„Wenden im Garten – auch für Gespanne geeignet.
Terrassenrundfahrt inklusive.“

22. August 2026: Wenn der Hund duschen geht

Bei meinem üblichen Rundgang durch unser Sanitärhaus kontrollierte ich, ob alles sauber ist und ob etwas aufgefüllt werden muss. Dabei entdeckte ich plötzlich Hundehaare.

Hundehaare? Im Sanitärhaus?

Ich wunderte mich und bekam irgendwie sofort ein komisches Bauchgefühl. Wo kamen die denn plötzlich her? Etwas später sah ich einen Wohnmobilgast mit Hund in Richtung Sanitärhaus gehen. Da war es wieder, dieses komische Bauchgefühl.

Also ging ich kurze Zeit später ebenfalls in Richtung Sanitärhaus. Dort angekommen, waren plötzlich beide verschwunden. Keine Frau. Kein Hund. Dafür war die Dusche abgesperrt. Also wartete ich. Einige Minuten später öffnete sich die Duschtür – und heraus kamen die Frau und ihr frisch geduschter Hund. Ich dachte wirklich, ich sehe nicht richtig.

Die hatte doch tatsächlich allen Ernstes ihren Hund in unserer Dusche gewaschen!

Pfui Teufel! Wie eklig ist das denn bitte?

Unsere Dusche ist für unsere Gäste gedacht und nicht als Hundewaschstation. Vor allem weiß man doch überhaupt nicht, wer danach die Dusche benutzen möchte. Was ist beispielsweise, wenn der nächste Gast eine Hundehaarallergie hat?

Ich hätte bis zu diesem Tag tatsächlich nicht gedacht, dass ich Erwachsenen erklären muss, dass man seinen Hund nicht in einer öffentlichen Sanitäranlage für Menschen duscht.

Juni 2026: Wasser im falschen Tank

Es war gegen 19:30 Uhr, als ein Gast sein Wohnmobil noch einmal mit Frischwasser auffüllen wollte. Dazu rangierte er rückwärts zum Wasserschlauch.

Leider ging das nicht ganz ohne Zwischenfall. Beim Rückwärtsfahren wurde unser Bus gestreift. Glücklicherweise wurde nur unsere Elchlampe beschädigt. Das Wohnmobil des Gastes hatte dagegen tiefe Kratzer an der Seite.

Als der Gast anschließend wieder auf seinen Stellplatz fahren wollte, ging plötzlich der Motor aus und sprang nicht mehr an.

Schnell versammelten sich einige Männer zur Fehlersuche. Nach einiger Zeit war die Ursache gefunden: Das Wasser war nicht im Frischwassertank gelandet, sondern versehentlich im Dieseltank.

Am nächsten Morgen rückte ein großer Abschleppwagen an und holte das Wohnmobil ab.

Sommer 2025: Nur wenige Zentimeter bis zum See

An einem Samstagabend im Sommer 2025 wollte ein Wohnmobil rückwärts aus unserem Hof fahren. Dabei wurde die Straße verfehlt und das Fahrzeug rutschte rückwärts den Hang zum See hinunter.

Es fehlten nur wenige Zentimeter, dann wäre das Wohnmobil komplett abgestürzt.

Das Fahrzeug hing gefährlich im Hang. Statt eines gemütlichen Grillabends gab es eine spontane Bergungsaktion.

Mit vereinten Kräften, einem Gast von der Feuerwehr und unserem Bagger gelang es schließlich, das Wohnmobil sicher aus dem Hang zu bergen.

Zum Glück wurde niemand verletzt und das Wohnmobil konnte seine Reise fortsetzen. Unsere Gäste hatten an diesem Abend noch lange Gespräche und vor allem austausch der Video´s.

Sommer 2025: Der Gast am Kühlschrank

Im Sommer 2025 saß ich auf der Terrasse und verpackte gerade Seifen.

Plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel jemanden am Haus vorbeihuschen. Irgendwie hatte ich sofort ein komisches Bauchgefühl und ging ins Haus.

Dort stand tatsächlich ein Gast vor unserem Kühlschrank.

Etwas überrascht fragte ich, was er denn mache.

Seine Antwort war kurz und knapp:

„Ich habe Hunger und will jetzt essen.“

Für ihn schien es völlig selbstverständlich zu sein, einfach unsere private Küche zu betreten und an den Kühlschrank zu gehen.

Ich glaube, in diesem Moment war ich sprachlos. Er hat sich dann bei mir nicht mehr sehen lassen und ist am folgetag mit seiner Frau sehr früh abgereist.

Sommer 2025: Das traurige Ende unseres Kirschbaums

Erst ein Jahr zuvor hatten wir unseren Kirschbaum gepflanzt. Im Sommer 2025 trug er sogar seine ersten Kirschen.

Dann kam ein großes Wohnmobil auf Unimog-Basis.

Beim Rückwärtsrangieren wurde der junge Kirschbaum übersehen. Ein kurzer Moment, ein lautes Knacken – und der Baum war komplett abgebrochen.

Leider war er nicht mehr zu retten und musste entfernt werden.

Der Fahrer war selbst sehr erschrocken und entschuldigte sich sofort.

Herbst 2024: Unser Garten ist keine öffentliche Toilette

Im Herbst 2024 hatte unser Wohnmobil-Stellplatz bereits Winterpause. Wir waren gerade im Garten mit dem Bau unseres Ferienhauses beschäftigt.

Plötzlich fuhr ein Pkw direkt in unseren Garten. Vermutlich wurde unser Grundstück mal wieder mit dem öffentlichen Rastplatz verwechselt, der sich etwa 500 Meter weiter an der Straße 26 befindet.

Wir beobachteten das Auto und fragten uns, was jetzt wohl passieren würde.

Dann stieg eine Frau aus, ging zu einem unserer Sträucher am Rande des Rasens und hat dort tatsächlich in unseren Garten geschissen.

Währenddessen stellte sich der Mann neben das Auto und urinierte ebenfalls auf unser Grundstück.

Wir haben nur noch entsetzt geguckt.

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